Benjamin Grimm: Bombardier gefährdet durch Aktionismus langfristigen Unternehmenserfolg

Veröffentlicht am 08.03.2017 in Wirtschaft

Kreistagsabgeordneter Dr. Benjamin Grimm

In der Kreistagssitzung des Landkreises Oberhavel am 08.03.2017 berichtete der Landrat über die aktuellen Entwicklungen bezüglich des Hennigsdorfer Standortes des Bombardier-Konzerns. Bombardier plant dem Vernehmen nach im Rahmen weltweiter Stellenstreichungen seine Produktion in Hennigsdorf einzustellen. Damit könnten bis zu 500 Arbeitsplätze wegfallen. Hinzu kommen negative Auswirkungen auf zahlreiche Zulieferbetriebe in der gesamten Region. Das Werk in Hennigsdorf ist das größte ostdeutsche Bombardierwerk. Der Standort Hennigsdorf solle nach Unternehmensangaben zukünftige „Zentrum für die Entwicklung von Stadtbahnen und Zügen werden.“

Benjamin Grimm, stellv. Fraktionsvorsitzender der SPD/LGU-Fraktion sagt dazu: „Wir haben den Eindruck, dass hier für fragwürdige Zwischenziele in der Konzernsanierung der langfristige Erfolg des Unternehmens aufs Spiel gesetzt wird. Die Arbeitnehmer in Hennigsdorf sind absolute Fachkräfte, die sich nicht von heute auf morgen an einem anderen Standort ersetzen lassen.“

Die Koalition aus SPD/LGU und CDU erwartet, dass die zugesicherten Gespräche zwischen Betriebsrat, Ministerium und Konzernspitze stattfinden und konstruktiv geführt werden. Der Konzern sollte die Entscheidung über die Schließung des Produktionsstandortes noch einmal überdenken. Sofern es jedoch bei dem sich abzeichnenden Entschluss bleibt, müssten zumindest sozialverträgliche Lösungen für die betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gefunden werden.

 

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