Wahlkampf der unsachlichen Art

Veröffentlicht am 07.11.2015 in Kommunalpolitik

Einen Wahlkampfauftakt der unsachlichen Art startete die CDU Kremmen, indem sie dem Stadtverordnetenvorsitzenden D. Reckin ihr Mißtrauen aussprachen und eine Abwahl beantragte. Es ging um keine Sachentscheidung, die die Verordneten in Streit geraten ließ, es ging um geschwundenes Vertrauen basierend auf sehr fragwürdiger Argumentation. Schon bei der Antragstellung wurde klar, dass es hier einfach nur um Wahlkampf ging. Und so bekam D. Reckin nach erfolgter Abwahl,  zur gleich nachfolgenden Neuwahl (der er sich stellte) im ersten Wahldurchgang mehr Stimmen, als Frau Dr. Gebauer, die von der CDU aufgestellt war (allerdings nicht genug, um gleich wieder im Amt zu sein...). Das läßt vermuten, dass es gegen letztere in der Stadtverordnetenversammlung mehr Vorbehalte gab, als gegen D. Reckin. Oder aber, dass hier ein undurchsichtiges Spielchen auf Kosten Einzelner, durch Teile der CDU-Fraktion gespielt wurde.  Im 2ten Wahldurchgang entschieden sich 2 bis dato Enthaltungen für Frau Dr. Gebauer, so dass ein Patt entstand. Anschließend fiel die Münze zu Gunsten Detlef Reckins.  Diese Farce eines Abwahl(kampf)antrags durch die CDU war eher blamabel für die gesamte Stadtverordnetenversammlung und kostete zudem noch Sitzungsgelder. Sie hat niemandem genutzt. Am wenigsten allerdings der CDU um Frank Bommert, der der klare Verlierer des Abends war. Wollen wir hoffen, dass die Opposition wieder zu altgewohnter Sachlichkeit zurück findet.

 
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